30.06.2009

SVSP lanciert Risikokennzahl für Strukturierte Produkte

Die «SVSP Risikokennzahl» und das «SVSP Risk Rating» für in der Schweiz gehandelte Strukturierte Produkte stehen allen Marktteilnehmern ab 1. Juli 2009 auf der Website des Verbandes zur Verfügung. Die Risikokennzahl wird auf Basis des «Value At Risk»-Ansatzes täglich nach Börsenschluss neu berechnet.

Zürich, 30. Juni 2009. «Value At Risk»* (VaR) ist die in der Finanzbranche am weitesten verbreitete Methode, um das Marktrisiko einer Investition abzuschätzen. Um die Transparenz für gelistete Strukturierte Produkte in der Schweiz zu erhöhen, führt der SVSP deshalb ab Juli 2009 auf Basis des VaR-Ansatzes eine neue Risikokennzahl ein. Die Berechnung der Risikokennzahl erfolgt jeweils täglich nach Börsenschluss und die Resultate stehen am nächsten Tag vor Börseneröffnung zur Verfügung. Die Risikokennzahl und das entsprechende SVSP Risk Rating sind auf der Website des SVSP unter www.svsp-verband.ch/riskrating_de abrufbar. Zudem sind die Resultate von SIX Exfeed als Bestandteil des Swiss Market Feed (SMF) für Datenvendoren, Banken, Portale und weitere Marktteilnehmer verfügbar. Die Daten zur Berechnung der Risikokennzahl werden von Derivative Partners Research AG gesammelt, gepflegt und aufbereitet. Die Berechnung des VaR erfolgt durch den Calculation Agent Riskmetrics Group.

Risk Rating für Strukturierte Produkte in sechs Risikoklassen Um die Transparenz für Anleger und andere Marktteilnehmer zu erhöhen, werden die Strukturierten Produkte neu in eine von sechs Risikoklassen eingeteilt – von 1 (tief) bis 6 (sehr hoch). Auf Basis dieser Risikoklassen erhält jedes einzelne in der Schweiz gelistete Strukturierte Produkt ein SVSP Risk Rating. «Dies erleichtert dem Investor die Beurteilung des Risikos eines bestimmten Strukturierten Produktes», sagt Roger Studer, Präsident SVSP. «Es ist Ziel des Verbandes, das SVSP Risk Rating als Standard zu etablieren.»

Mit Einführung des Risk Ratings setzt der SVSP auch eine Risikokommission ein, besetzt mit Experten aus den Bereichen Strukturierte Produkte und Risk Management. Die Risikokommission steht unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Paolo Vanini, Vizepräsident SVSP und hat zur Aufgabe, die Schwellenwerte für das dynamische Risk Rating festzulegen sowie die Intervalle regelmässig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. «Durch die periodische Überprüfung wird sichergestellt, dass das Risk Rating der einzelnen Strukturierten Produkte relativ zueinander im richtigen Verhältnis dargestellt wird», so Paolo Vanini, Vizepräsident SVSP.

Ab 1. Juli bzw. in den nächsten Wochen wird die SVSP Risikokennzahl und das SVSP Risk Rating zusätzlich auch bei folgenden Unternehmen aufgeschaltet: ABN Amro, Bank Vontobel, Clariden Leu, Deutsche Bank, EFG, payoff.ch, scoach.ch, stocks.ch, UBS, sowie WM Datenservice. Weitere Unternehmen planen die Aufschaltung ebenfalls.

Scoach Schweiz AG als Passivmitglied – breitere Abstützung des Verbandes Mit Aufnahme der Derivatebörse Scoach Schweiz AG als Passivmitglied öffnet sich der 2006 als reiner Emittenten-Verband gegründete SVSP erstmals auch gegenüber Nicht-Emittenten. «Die Öffnung des SVSP erfolgt im Bestreben, unsere Ziele der Aufklärung und Information über Strukturierte Produkte schweizweit noch breiter abzustützen», sagt Eric Wasescha, Geschäftsführer SVSP. Die Aktivmitgliedschaft im SVSP bleibt auch weiterhin den Emittenten von Strukturierten Produkten vorbehalten.

* Value at Risk (VaR): VaR ist die in der Finanzbranche am weitesten verbreitete Methode, um das Marktrisiko einer Investition abzuschätzen. Um das VaR zu berechnen, untersucht man systematisch die Auswirkungen von Änderungen der zugrundeliegenden Risikofaktoren wie Volatilität, Zinsen und Preis des Basiswertes auf den Wert eines bestimmten Produktes oder eines Portfolios. Die daraus gewonnenen Daten erlauben einen Rückschluss auf die Höhe eines möglichen Verlustes sowie dessen Eintrittswahrscheinlichkeit.

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