29.01.2010

SVSP definiert Regeln für die Intervall-Anpassung der Risikoklassen

Der Vorstand des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte SVSP definiert Regeln für die automatisierte Intervall-Anpassung der SVSP-Risikoklassen. Die Intervalle der sechs Risikoklassen werden neu wöchentlich überprüft.

Zürich, 29. Januar 2010. Strukturierte Produkte werden in sechs verschiedene Risikoklassen eingeteilt – von 1 (tiefes Risiko) bis 6 (sehr hohes Risiko). Auf Basis dieser Risikoklassen erhält jedes einzelne in der Schweiz gelistete Strukturierte Produkt vom Schweizerischen Verband für Strukturierte Produkte SVSP ein Risk Rating zugeteilt. Mit Einführung der Risikokennzahl und des Risk Ratings hat der SVSP die Transparenz für Anleger und andere Marktteilnehmer deutlich erhöht. «Wir sind stolz darauf, dass das SVSP Risk Rating heute als Standard bei der Beurteilung des Risikos eines bestimmten Strukturierten Produktes gilt», sagt Roger Studer, Präsident SVSP.

Wöchentliche Überprüfung durch Risikokommission Die SVSP-Risikokommission hat zur Aufgabe, die Schwellenwerte für das dynamische Risk Rating festzulegen sowie die Intervalle der sechs Risikoklassen regelmässig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. «Dadurch wird sichergestellt, dass das Risk Rating der einzelnen Strukturierten Produkte relativ zueinander im richtigen Verhältnis dargestellt wird», so Paolo Vanini, Vizepräsident SVSP. Zur Erhöhung von Transparenz und Nachvollziehbarkeit hat der SVSP zudem definiert, dass die Risikokommission etwaige Anpassungen nur auf der Grundlage eines regelbasierten Ansatzes vornehmen darf. Als Basis für diesen regelbasierten Ansatz wird eine Reihe von Benchmark-Indizes verwendet. Einmal pro Woche werden die VaR*-Werte der Benchmark-Indizes berechnet und die Intervallgrenzen der sechs Risikoklassen bestimmt. Diese werden dann automatisch angepasst. Bei Ereignissen, die einen unvorhersehbaren Einfluss auf das Marktrisiko haben (z.B. das Eintreten von Systemrisiken) kann die Risikokommission zudem ad hoc über allfällig zu treffende Massnahmen entscheiden.

Weitere Informationen zum regelbasierten Ansatz zur Intervall-Anpassung der Risikoklassen sind auf der Website des SVSP ab dem 1. Februar 2010 unter www.svsp-verband.ch/riskrating abrufbar.

* Value at Risk (VaR): VaR ist die in der Finanzbranche am weitesten verbreitete Methode, um das Marktrisiko einer Investition abzuschätzen. Um das VaR zu berechnen, untersucht man systematisch die Auswirkungen von Änderungen der zugrundeliegenden Risikofaktoren wie Volatilität, Zinsen und Preis des Basiswertes auf den Wert eines bestimmten Produktes oder eines Portfolios. Die daraus gewonnenen Daten erlauben einen Rückschluss auf die Höhe eines möglichen Verlustes sowie dessen Eintrittswahrscheinlichkeit.

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