08.03.2017

«Strukis goes Pensionskassen»: systematischer Einsatz Strukturierter Produkten für ein effizientes Portfolio

In turbulenten Zeiten mit negativen Zinsen und hoher Volatilität stehen Anleger generell – und insbesondere Pensionskassen – vor grossen Herausforderungen, wenn es darum geht, Rendite zu erwirtschaften. Bereits heute rentieren 28% aller Anleihen der Industrieländer negativ. Der Renditenotstand führt also zu erhöhtem Druck und vermehrten Ansprüchen an die Vermögensverwalter – mit dem konsequenten Einsatz moderner Anlageinstrumente wie Strukturierter Produkte kann ein Portfolio ideal ergänzt und Rendite generiert werden.

Denn mit einem Zahlungsversprechen können Strukturierte Produkte mehr als nur ein Leistungsversprechen abgeben und daher eine Pensionskasse dabei unterstützen, ein ganz bestimmtes Renditeziel mit höher Wahrscheinlichkeit zu erreichen. Betrachtet man die derzeit typische Asset-Allokationen von Pensionskassen, so verteilt sich das Vermögen auf Aktien, Obligationen, alternative Anlagen und Immobilien. Doch Strukturierte Anlagelösungen werden heute – wenn überhaupt – fast ausschliesslich im Bereich der alternativen Anlagen eingesetzt. Meist geht es darum, einen Zugang zu einem bestimmten Basiswert wie etwa einem Rohstoff zu erlangen. Es kann jedoch noch einen Schritt weiter gegangen werden, denn Strukturierte Produkte können dank ihren Eigenschaften durchaus auch in liquiden Klassen wie Aktien und Obligationen durch gezielte alternative Strategien zu mehr Portfolioeffizienz führen. Sei es durch ein gezieltes Abschöpfen von Risikoprämien oder durch den Einsatz von Lösungen mit Auszahlungsprofilen, mit welchen bestimmte Markterwartungen und Anlageanforderungen gewinnbringend kombiniert werden können.

Derzeit werden Strukis noch recht zurückhaltend von Pensionskassen eingesetzt. So erlaubt etwa die Anlagerichtlinien der beruflichen Vorsorge (BVV2) grundsätzlich deren Einsatz – nur wird das Potenzial bei Weitem nicht genutzt. Hier hakt der SVSP ein mit einer Transparenz- und Aufklärungsinitiative und möchte in aktiven Dialog mit den PK-Verantwortlichen & Behörden treten, ihnen die Entwicklungen hin zu mehr Transparenz & Aufklärung sowie diverse Anwendungsmöglichkeiten und Produkte aufzeigen, um mit Vorurteilen aufräumen. Denn der Vermerk «kostenintransparenten Anlage» für Strukturierte Produkte im Geschäftsbericht einer Pensionskasse ist längst überholt. Pensionskassen haben im aktuell herausfordernden Umfeld mehr denn je ein Anrecht auf eine professionelle und effiziente Anlage der anvertrauten Gelder – auch oder gerade mit Strukis.

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