29.04.2015

Erhöhte Transparenz durch Ausweisung der Vertriebsgebühren

Der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte hat sich die Verbesserung der Transparenz bei Strukturierten Produkten zum Ziel gesetzt. Mit der Ausweisung der Vertriebsgebühren leisten seit 1. März 2015 alle Emittenten pro-aktiv einen massgeblichen Beitrag. Die Vertriebsgebühren werden als Prozentsatz des Ausgabepreises angegeben und auf dem vereinfachten Prospekt der jeweiligen Produkte ausgewiesen.

Der SVSP setzt sich für die Informationsvermittlung, die Verständlichkeit sowie die Transparenz von Strukturierten Produkten ein. Im Zuge dessen werden die Kosten für die Anleger transparenter gemacht. So weisen seit Anfang März alle Emittenten die Vertriebsgebühren aus. Diese umfassen sämtliche vom Emittenten bei der Emission eines Strukturierten Produktes im Ausgabepreis eingerechneten Gebühren, einschliesslich der Vergütungen an Vertriebspartner. Um die Vergleichbarkeit zu erhöhen, werden sie als Prozentsatz des Nominalbetrags pro Jahr aufgeführt. Für Produkte mit unbeschränkter Laufzeit wird eine Haltedauer von 10 Jahren angenommen. Die entsprechende Offenlegungspflicht für ab dem 1. März emittierte Produkte wurde in den vom SVSP zusammen mit der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) erlassenen neuen «Richtlinien über die Information der Anlegerinnen und Anleger zu Strukturierten Produkten» festgehalten und von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA als Selbstregulierungsstandard anerkannt.

Gleichzeitig beteiligt sich der SVSP über den europäischen Dachverband EUSIPA an der europäischen Diskussion zur Kostentransparenz. Ziel ist es, eine europaweit anwendbare und von den Aufsichtsbehörden anerkannte anlegerfreundliche und verständliche Kennziffer zu definieren. Mit der Einführung einer europaweit anerkannten Kennziffer wird die Strukturierte-Produkte-Branche zu einem der transparentesten Bereiche des Finanzmarktes.

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